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Kleinwallstadt bietet
aufgrund seiner weitgehend intakten
Natur- und Kulturlandschaft einer
Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten
einen Lebensraum!
Fauna und Flora
in Kleinwallstadt
FREIZEIT
MARKT KLEINWALLSTADT
Der Kulturweg erschließt dem interessierten Wanderer die Kultur-
landschaft „Am weißen Leimen“. So wird der Höhenzug zwischen
Kirchhöhe, Plattenberg und Eichelsberg zwischen den Ortschaften
Kleinwallstadt, Hofstetten, Hausen und Eichelsbach genannt. Der
Kulturweg startet am Templerhaus Kleinwallstadt.
Der Kulturweg wurde neu konzipiert. Es gibt nun
eine Kleinwallstädter Runde (Weißer Leimen 1),
der eher als längerer Spazierweg gedacht ist,
und eine Runde Hausen, Hofstetten, Eichelsbach.
Die Fernwanderwege
Der Fernwanderer hat die Möglichkeit, sich über
den Mainwanderweg an den Talhängen des Mains
nach Aschaffenburg (20 km) oder nach Klingenberg
(17,5 km) zu orientieren.
Der Fränkische Marienwanderweg führt in rdlicher
Richtung nach Hessenthal (22,5 km) oder nach Süd-
osten zum Kloster Himmelthal (11,5 km).
Über den Spessartbundweg Rotes Dreieck gelangt
man zum Hohe-Wart-Haus bei Volkersbrunn (10 km).
Kleinwallstadt ist mit seinen Nachbargemeinden durch schöne
Radwege verbunden. Erst Ende 2010 wurden die Radwege mit
einem neuen und übersichtlichen Beschilderungssystem, mit Fern-
und Nahzielen, ausgestattet.
Grillplatz
Etwas außerhalb der Ortsbebauung in der Nähe der Tennisplätze
befindet sich am Waldrand ein idyllisch gelegener Grillplatz. Die-
ser kann von den Kleinwallstädter Bürgern gemietet werden.
Nähere Infos im Rathaus 06022 2206-38
MARKT KLEINWALLSTADT
Streuobstwiesen auf denen überwiegend alte, traditionelle Ap-
felsorten angebaut werden, flankieren den Ort von drei Seiten.
Sie sind Heimat von Gartenrotschwanz, Wendehals und einigen
Spechtarten. Hier lebt auch noch der seltene Steinkauz - eine klei-
ne Eulenart, die in Bayern vom Aussterben bedroht ist und in den
Asthöhlen von Obstbäumen nistet.
Im überwiegend naturnah bewirtschafteten 744 ha großen Ge-
meindewald brüten Waldlaubsänger, Rotmilan und Schwarz-
specht. Der schwarze Vogel zählt zu den größten europäischen
Spechtarten. Seine ausrangierten Baumhöhlen bieten Nachmie-
tern wie Hohltaube, Hornissen, Siebenschläfer und Fledermäusen
eine willkommene Behausung.
Der Plattenberg (275 m NN) ist eine ökologische Schatzkammer
und weit über die Landkreisgrenze hinaus bekannt. Vor allem
Spaziergänger und Wanderer genießen die Ausblicke ins Main-
tal und die Ruhe der Landschaft. Auch Pflanzenfreunde kommen
ins Schwärmen. Sie finden hier artenreiche Magerwiesen mit ent-
sprechendem Arteninventar der Insektenwelt vor. Im Frühjahr und
Sommer blühen sieben verschiedene Orchideenarten. Botaniker
aus dem ganzen Bundesgebiet reisen an, um die Bitterkraut-Som-
merwurz (Orobanche picirdis) zu entdecken. Dieser unscheinbare
Pflanzenparasit gilt in Deutschland als absolute Rarität. Während
der Sommermonate kann man auf den Hecken den Neuntöter
beobachten. Der interessante Zugvogel der in den Sträuchern
am Plattenberg brütet, fängt große Insekten, um sie an Dornen
aufzuspießen.
Im unteren Bereich des Plattenbergs und des benachbarten Ro-
senbergs findet man noch alte Trockenmauern. Sie stammen aus
einer Zeit, als in Kleinwallstadt noch Wein angebaut wurde. Heute
kann man in den Fugen und Ritzen wärmeliebende Pflanzen und
Tiere wie Schlingnatter und Zauneidechse entdecken. Hier wach-
sen seltene Farne und bizarre Flechten und Moose.
Der Main dient nicht nur dem Menschen als Wasserstraße. Enten,
Gänse und Zugvogelarten nutzen den Fluss als Brut- und Rastplatz.
Fischer und Angler freuen sich auf eine artenreiche Fischfauna.
Weitere Auskünfte, Informationen und Führungen
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
06027 4090796
Bund Naturschutz (BN)
06022 21692
Kulturweg
Radwege