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Fairtrade-Town
Kleinwallstadt
UNSER ORT
UNSER ORT
Kleinwallstadt am Main
Markt mit Geschichte
MARKT KLEINWALLSTADT
Fairtrade-Towns rdern den fairen Handel auf ihrer kommunalen
Ebene. Sie führen den Titel, um darauf hinzuweisen, dass es im
Ort Betriebe gibt, die bei ihrem Einkauf darauf achten, dass ihre
Lieferanten sich gerechten Produktionsbedingungen sowie sozia-
len und umweltschonenden Herstellungs- und Handelsstrukturen
verpflichtet fühlen. Sie tragen damit dazu bei, dass die Produzen-
ten (nicht nur) in Entwicklungsländern bessere Preise für ihre Pro-
dukte erhalten und sie dadurch mit ihren Familien ein menschen-
rdiges Leben führen können.
Der Markt Kleinwallstadt hat beschlossen, sich der Initiative Fair-
trade-Town anzuschließen. Er unterhält bereits partnerschaftli-
che Beziehungen nach Tansania und Peru, unterstützt dort be-
reits vor Ort. Der Eine-Welt-Laden im Ort fühlt sich dem fairen
Handel verpflichtet. Immer mehr Gastronomen und Einzelhändler
unterstützen diese Initiative durch die Verwendung von Fairtrade-
Produkten. Da der faire Handel ein wirkungsvolles Instrument zur
Armutsbekämpfung in den betroffenen Ländern ist, sollten die
Verbraucher bewusster einkaufen und dabei auf das Siegel ach-
ten (angelehnt an die Initiative Fairtrade-Town und den Fairtrade-
Landkreis Miltenberg).
Von einer bewegten Geschichte geprägt, ist Kleinwallstadt heu-
te eine lebendige Wohngemeinde mit kleinstädtischem Flair. Aus
einem kompakten historischen Ortskern hat sie sich, vor allem
in der Nachkriegszeit, gewaltig erweitert. Im Norden, Osten und
auch Süden sind aufgelockerte Neubaugebiete entstanden, die
flächenmäßig den alten Ort um ein Vielfaches übertreffen. Mit der
Eingemeindung des Nachbarortes Hofstetten im Jahre 1971 stieg
die Einwohnerzahl auf nunmehr 5.778 an (Stand 30.06.2017).
Kleinwallstadt, einer der ältesten Orte des Landkreises, war schon
sehr früh besiedelt. Bodenfunde (1975) aus der Hallstattzeit und
ein Alemannengrab, das man 1980 am Südrand der Gemeinde
freilegte, weisen neben den zahlreichen bronzezeitlichen Hügel-
gräbern im östlich gelegenen Gemeindeforst auf die vorgeschicht-
lichen Bewohner hin.
Schon im frühen 8. Jahrhundert wurde Kleinwallstadt von den
Klöstern Lorsch und Amorbach missioniert und gelangte als
Schenkung durch Kaiser Heinrich II. (1002-1024) an den Main-
zer Bischofsstuhl, was der Gemeinde die Bezeichnung Wallstadt
Episcopi (Bischofswallstadt) einbrachte. Bereits im Jahr 1023 er-
richtete der Mainzer Erzbischof daselbst eine Vogtei. Verbunden
mit einem Zehntgericht verwalteten die Mainzer Herren somit von
Kleinwallstadt aus einen Großteil des Spessarts. Schon sehr früh
erhielt die Gemeinde das Marktrecht, das mit dem Befestigungs-
recht verbunden war.
Zahlreiche begüterte Adelsfamilien ließen sich in Kleinwallstadt
nieder, unter anderen die Vocke von Wallstadt und die begüterten
Grafen von Ingelheim, deren Zehntscheune heute noch erhalten ist.
Der Dreißigjährige Krieg, vor allem die verheerenden Schweden-
kriege, verbunden mit katastrophalen Pest-Epidemien, brachten
viel Elend über den Marktflecken und dezimierten die Bevölke-
rung erheblich. Da in den Kriegswirren nahezu sämtliche Auf-
zeichnungen und Urkunden der Kommune verloren gingen, erließ
der Mainzer Erzbischof für Kleinwallstadt und seine umliegenden
Dorfschaften eine neue Zunftordnung. Daraus geht hervor, dass
hier früher schon reges Gewerbetreiben herrschte. 17 Berufe wie
Bender, Bierbrauer, Zimmermann, Maurer, Hafner, Färber, Glaser,
Strumpfweber und Leineweber werden aufgeführt.
Mit der Zerschlagung des Mainzer Kurstaates 1803 und nach ei-
ner kurzen Zugehörigkeit zum Fürstentum Aschaffenburg sowie
dem Großherzogtum Frankfurt gelangte Kleinwallstadt 1814
schließlich zu Bayern.
Drei weitere Kriegsepochen der Deutsch-Französische Krieg
(1870/71), der Erste Weltkrieg (1914-18) und der Zweite Welt-
krieg (1939-45) brachten nicht nur wirtschaftliche Not, sondern
kosteten wiederum viele Menschenopfer.
Bis in die 50-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dauerte es, ehe
sich auch die Marktgemeinde Kleinwallstadt erholt hatte und im
Zuge des deutschen Wirtschaftswunders aufblühte. Aus der ehe-
mals bäuerlich-handwerklich strukturierten Gemeinde entwickelte
sich durch den Einfluss der Industrialisierung sehr schnell ein höchst
modernes Gemeinwesen mit einer umfassenden Infrastruktur, die
nahezu allen Bedürfnissen seiner Bürger entgegenkommt.
MARKT KLEINWALLSTADT
Kleinwallstadt am Untermain
zwischen den waldreichen
Mittelgebirgen Spessart und
Odenwald in einer malerischen
Flusslandschaft gelegen ist eine
alte und zugleich auch moderne
und aufstrebende Gemeinde.
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